Auf dem Bähle-Radweg.....


 

15. August  2019     Bonndorf im Schwarzwald  / 151 km

 

 

 

Nach einer kurzen Anreise haben wir das kleine Städtchen Bonndorf erreicht und uns auf dem Stellplatz beim Schwimmbad gemütlich eingerichtet. Die Gebühr für den Stellplatz ist im Freibad zu bezahlen und  beinhaltet  für € 9.90 pro Nacht einen ruhigen Platz mit freier Benutzung des Freibades inkl. Dusche/WC, die Konus-Gästekarte mit kostenloser Fahrt von Bahn&Bus im ganzen Schwarzwald ist ebenfalls dabei. Heute ist die Luft jedoch nur 17 Grad und das ist für mich viel zu kalt um auch nur einen Zehen in den Pool zu halten. Stattdessen erkundeten wir den grossen Kurpark mit japanischem Garten und dem anliegenden Schloss Bonndorf. Beim anschliessenden Stadtrundgang  begegnete ich wieder einmal einem Friseursalon und natürlich konnte ich nicht widerstehen, sind doch seit Dubrovnik bereits wieder 6 Wochen vergangen.  


 

16. August  2019     Bähnle-Radweg nach Lenzkirch  / 0 km

 

 

 

Einer der Hauptgründe dieser Kurzreise in den Schwarzwald ist der Bähle-Radweg und der ist heute Programm. Von der Bahn ist hier nicht mehr viel übrig, denn nach 70 Jahren war bereits Schluss – Die grossen Erwartungen wurden nie erfüllt. 1907 wurde die Bahnstrecke Kappel – Lenzkirch – Bonndorf feierlich eröffnet. 70 Jahre später gab es noch einmal einen Sonderzug und der schrieb Geschichte denn nur wenige Tage später wurde mit dem entfernen der Geleise begonnen.  Was erhalten geblieben ist, ist ein Radweg der die Strecke zeigt und uns über alte Brücken und das Klausenbach-Viadukt führt. Sehr eindrücklich ist der alte Bahnhof von Gündelwangen dem einfach die Geleise vor der Nase entfernt worden waren. In Lenzkirch angekommen stellten wir unsere Fahrräder beim einstigen Bahnhof wo jetzt das Kurhaus steht ab und stärkten uns mit einer Pizza die uns Kraft für den Rückweg nach Bonndorf gab.


 

17. August  2019     Die wilde Wutachschlucht  / 0 km

 

 

 

Der Bus brachte uns nach dem Frühstück vom Rathaus Bonndorf nach Wutachmühle wo wir unsere heutige Wanderung beginnen. Von der Busstation ging unser Weg über das Betriebsgelände des Sägewerkes, dem Waldweg entlang bis zum Kanadiersteg wo die Gauchach in die Wutach mündet. Jetzt sind wir mitten im Geschehen, hier wo die Wutach in den letzten 70'000 Jahren ein bis zu 200 Meter tiefes und rund 30 Kilometer langes Tal in den Südschwarzwald gegraben hat. Ab jetzt ist der Weg in der Schlucht teils rutschig, eng und da und dort steil. Unser Weg führte uns über Felsspalten die durch Drahtseile gesichert sind weiter stets im auf und ab und immer wieder über Brücken bis zum alten Rümmelesteg der im Jahre 1905 erbaut worden war. Heute führt der Steg nur noch bis halb über den Fluss, der Rest ist verschwunden, für uns war der Besuch ein Muss da hier noch ein Geocache auf uns wartete. Abgeschottet von der Zivilisation und ohne Handy-Netz brachte uns der weitere Weg durch gigantische Vegetation vorbei an traumhaften Wasserfällen bis plötzlich im saftigen Grün eine Kapelle auftauchte. Wir stehen kurz vor dem Bad Boll wo einst ein Kurbad die kranken Menschen mit seiner schwefelhaltigen Quelle zu heilen versuchte. Unter den Gästen war auch Winston Churchill der hier ein und aus ging, ist heute ausser einer Infotafel von dieser turbulenten Zeit nichts mehr übrig. Kurze Zeit später erreichten wir einen weiteren Wasserfall bevor uns der Weg zu unserem Tagesziel der Schattenmühle brachte. Eigentlich ist dieses gleichnamige Restaurant an einer traumhaften Lage, doch das in Trachten verkleidete Personal spricht nur gebrochen Deutsch und das Essen ist für Touristen gedacht die ja sowieso nicht so schnell wieder kommen, so habe ich und Manu jedenfalls die Qualität empfunden. Der Bus brachte uns wieder nach Bonndorf wo wir bei unserer FRELSI den Tag gemütlich beendeten.


 

18. August  2019      Urseehochmoor und ab nach Hause / 158 km

 

 

 

Für heut Sonntag ist Top Wetter angesagt und so wollen wir noch das möglichste aus unserer Schwarzwald-Tour holen. Zuerst ging es bei Lenzkirch zum Urseehochmoor. Wir stellten unsere FRELSI in einer Nische am Waldrand ab und zogen unsere Bikes aus ihrem Bauch. Eine Geocaching-Tour rund um das Urseehochmoor soll uns zu 17 Stationen bringen. Wir haben alle Dosen (die eine schöner als die andere) auf dieser traumhaften Runde gefunden und uns jeweils verewigt. Am Nachmittag unternahmen wir noch einen kleinen Abstecher nach Sankt Blasien wo direkt beim Dom reservierte Wohnmobil Stellplätze bereit stehen. Nach dem Besuch des Doms gab es zur Feier des Tages eine gebratene Forelle und ein obligates Eis als Nachspeise bevor wir die Reise in unsere Heimat antraten.




Letzte Aktualisierung: 11.11.2021