Frankreich, es war schön bei Dir.....


 

01. Juli  2018      Via Schloss Chillon in den Heimathafen / 200 Km

 

 

Sechs Uhr Tagwache und sieben Uhr dreissig abfahr Richtung Heimat. Mitten in Evian war die Strasse wegen einer Veranstaltung gesperrt und wir mussten uns einen Weg zur Umfahrung suchen, in dieser Hinsicht nehmen es die Franzosen etwas locker, Strasse sperren aber von einer Umleitung keine Spur. Auf dem Weg besuchten wir noch das Schloss Chillon in Montreux und von dort nahmen wir für das letzte Stück unserer Reise noch die Autobahn die uns bis in den Kanton Solothurn brachte.

 

Wir können auf eine sehr eindrucksreiche Reise zurückblicken die uns in den letzten drei Wochen viele Seiten von Frankreich gezeigt hat.

 

Die kommenden drei Wochen werden wir uns auf die nächste Tour vorbereiten, einem Kurztrip mit unserem Enkel Jason.


 

30.  Juni  2018      Vespa-Trip nach Thonon / 33 Km

 

 

 

Nach dem traumhaften Städtchen von gestern stand heute einen Ausflug nach Thonon auf dem Programm. Die Erwartungen habe ich absichtlich etwas tiefer gehalten um nicht enttäuscht zu sein. Leider wurden auch die tiefer gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, Thonon zeigte sich mit Ausnahmen von einigen Plätzen eher ungepflegt und die Häuser die letzten 50 Jahre sind kein Genuss für die Augen. Viele Gebäude der älteren Generation, leiden unter dem Zerfall und werden zu Ruinen. Von der Stadt führt eine Standseilbahn hinunter zum See zum Jachthafen, diese Gegend wirkt einiges gepflegter.

 

Für uns war es der letzte Tag unserer Frankreich-Reise und Morgen geht’s zurück in die Schweiz.


 

29.  Juni  2018      Einer der 10 schönsten Orte, Yvoire / 20 Km

 

 

Yvoire lernten wir vor einiger Zeit durch unsere Schwiegertochter Nathalie (Tochter von unseren Reiseführer) kennen. Da damals die Zeit etwas knapp war, gingen wir heute mit der Vespa von Sciez aus mit genügend Zeit im Gepäck in das wunderschöne Städtchen direkt am See. All die Gassen und die mit Blumen geschmückten Häuser ist eine wahre Freude. Hier lohnt es sich auch, die Geschäfte von innen zu besuchen denn beinahe jeder dieser kleinen Läden ist ein wahres Schmuckstück. Ich wurde jedenfalls fündig und konnte mir mein lang ersehntes Lederarmband besorgen, auch unsere FRELSI wurde von Manu mit einem „schnuggeligen“ Bären beschenkt.


 

28.  Juni  2018      Von der Bergwelt an den Lac Léman / 85 Km

 

 

 

Der erste Teil der heutigen Fahrt führte uns auf der Strecke der Tour de France die bereits begonnen hat. Zum Glück machen die Rennfahrer heute nicht die gleiche Etappe wie wir, sonst hätten wohl beide Parteien etwas Probleme bei diesen engen Bergstrassen. Für unsere Augen war die Strecke eine echte Bereicherung da sich die Dörfer auf das erwartete Ereignis vorbereiten und sich der Strassen entlang dekorativ herausputzen. In Sciez am Lac Léman angekommen, nutzten wir die Top Infrastruktur des 3* Camping du Chatelet und auch ein Teil der angehäuften Wäsche konnte gewaschen werden. Hier machen wir nochmals etwas Urlaub bevor es am Sonntag zurück in den schönen Kanton Solothurn geht.

 

Der Abend gestalten wir mit einer Empfehlung von Monika & Stöfu und besuchen das Restaurant les Pècheurs mit der Hausspezialität „Filet de Perce l’Ail et Persil“, mein Kommentar: Traumhaft, der Urlaub kann beginnen.



 

26.- 27.  Juni  2018      Via Chambéry und Annecy nach le-Grand-Bornand / 133 Km

 

 

 

Die heutige Etappe führte uns durch die Städte Chambéry, Aix-les-Bains und Annecy. Nach Annecy ging es weiter Richtung Col de la Colombiére bis nach le Grand-Bornand, wiederum ein Wintersport Dorf, nur um einiges grösser als das gestrige, es hat Ähnlichkeiten von unserem Grindelwald. Doch bevor unser Ziel erreicht war, besuchten wir kurz vor Thones den Soldatenfriedhof „Mémorial de la Déportation“ eine leidige Erinnerung an den 2. Weltkrieg.

 

In le Grand-Bornand angekommen, bekam unsere FRELSI ein schönes Plätzchen (wiederum von der Gemeinde offeriert) umgeben von den Kulissen der grandiosen Bergwelt. Für uns Menschen gab es einen Rundgang durch das Dorf das sich in allen Ecken auf die bevorstehende Tour de France vorbereitet. Der Ort ist trotz den vielen Geschäften und Beizen noch überschaubar, meiner Manu jedenfalls gefällt es hier so gut, dass wir um einen Tag verlängern und für den kommenden Tag eine Bergtour einplanen. Hier zeigt sich wiederum die Freiheit wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist.

 

Nach einer ruhigen Nacht in gesunder Bergluft, brachte uns kurz nach 09:00 Uhr die Gondel auf den Berg „du Rosay“ auf 1445 MüM. Eine sonnige Wanderung brachte uns zum Bergsee „Lac de la Cour“ der sich eingebettet in der gewaltigen Bergwelt zeigte. Eine gute Stunde liessen wir hier die Seelen baumeln bevor wir zwei den Weg zurück zur Bergstation unter die Sohlen nahmen. Diesmal liessen wir unsere Gondel leer ins Tal fahren und nahmen den steilen Weg zu Fuss runter nach Le Grand-Bornand. Dieser prächtige Tag liessen wir mit Leckereien vom Grill und Bier bei unserer FRELSI ausklingen.




 

25.  Juni  2018      Ins Ski-Dorf Saint Pierre de Chartreuse / 188 Km

 

 

 

Das Navi führte unsere FRELSI mitten durch das Strassen-Wirrwarr der Stadt Grenoble und von dort den Berg hoch über Kilometer lange Bergstrassen durch den Parc naturel régional de Chartreuse bis in das von Wintersportler beliebte Saint Pierre de Chartreuse wo uns die Gemeinde einen kostenlosen Stellplatz zur Verfügung stellte. Der Ort zeigte sich jedoch im „Sommerschlaf“ und von den rund 15 Geschäften waren gerade mal ein Souvenir-Shop mit altem und verstaubtem Kitsch und eine Bäckerei die Strassenverkauf betrieb da zur Zeit das Geschäft umgebaut wird geöffnet. Ein Geocache lockte mich dafür in die weiter oben gelegene Capelle du rosaire die nach 30 Minuten Fussmarsch erreicht war. Leider war die Türe verschlossen und ich konnte mir lediglich einen Blick durch das kleine Gitter in der Türe verschaffen.


 

23.  Juni  2018      Schiff ahoi und weiter nach Sisteron….. / 174 Km

 

 

 

Mit der heutigen Tour schliessen wir den Kreis der Lavendelroute und Reisen nach Sisteron zu den Kalkfelsen. Doch vorher machen wir noch eine Bootsfahrt mit dem Pedalo in die Schlucht vom Lac-de-Sainte-Croix, wo wir zwischen den Felsen zu den Wasserfällen kamen. Auf der Weiterfahrt wurden wir wiederum von prächtigen Lavendelfeldern beglückt. In Allemagne de Provence gab es einen Stopp um das kleine Schloss zu besichtigen, leider waren die Pforten geschlossen und wir mussten uns mit der Ansicht von aussen begnügen. In Sisteron angekommen, zeigte sich unser gewünschter Stellplatz mit PKWs überfüllt und wir entschieden uns kurzerhand für den Camping „Les Prés Hauts“, ein wunderschöner Platz mit allem (für uns) gewünschtem Komfort zum Preis von € 16.00. Der Platz hat uns so gut gefallen, dass wir uns gleich für ein weitere Nacht entschieden wo uns am Sonntag die Vespa zur Altstadt brachte.




 

22.  Juni  2018      Eingebettet in Lavendelfelder….. / 108 Km

 

 

 

Der 2* Campingplatz hat keinen unnötigen SPA-Bereich, bringt einem dafür näher an reizvolle Details und so konnten wir nach dem Frühstück das schlüpfen einer Grille beobachten. Eine zweite hatte weniger Glück, sie wurde während dem Schlüpfen von einem Spatz gefressen.

 

Die heutige Fahrt brachte uns zuerst nach Valensole wo unsere eigentliche Lavendelroute begann. Der Weg führte durch die enge Innenstadt und ich war froh, dass wir mit unserer FRELSI nicht in einer der vielen Gassen infolge Breite und Höhe stecken geblieben sind. Kaum war der Ort verlassen, zeigten sich Schlag auf Schlag die dunkelblauen Lavendelfelder, wie ein Feuerwerk leuchteten auf der Strecke immer grössere Felder und der Duft überdeckte das ganze Gebiet. Weiter erreichten wir nach Saint-Jurs und Puimoisson unser heutiges Ziel Moustiers-Sainte-Marie, ein fantastisches Städtchen oberhalb des Lac de Sainte-Croix am Verdon das wie in einem natürlichen Amphitheater eingerahmt von steilen Felsen liegt. Unser Stellplatz für die nächste Nacht liegt unterhalb vom Ort den wir zu Fuss in einem steilen Fussmarsch erreichten.


 

21.  Juni  2018      Weiter Richtung Lavendelroute….. / 160 Km

 

 

 

Die erste Etappe Richtung Lavendelroute brachte uns nach Sannes an den „étang de la bonde“ wo wir uns auf einem kleinen 2* Camping für eine Nacht einrichteten. Beim Entlanglaufen am See, begegnete ich erneut einem zerfallenen Schloss wie wir auf dieser Reise schon etliche gesehen haben. Schade dass diese prächtigen Objekte die meist noch an einer schönen Lage sind, so langsam wieder von der Natur zurück erobert werden. Das Problem ist wohl das liebe Geld…..


 

18.- 20.  Juni  2018      Ferien in der Camargue….. / 0 Km

 

 

 

Wer ständig auf Reisen ist brauch auch mal Urlaub, so geniessen wir die kommenden drei Tage in der Camargue und unternehmen Aktivitäten mit unseren „Reiseführer“ von Saintes-Maries-de-la-Mer aus und auch unsere Vespa wird ihr Vergnügen haben und zum ersten Mal das Meer erblicken.

 

Bei einem ausgiebigen Rundgang durch Saintes-Maries zeigten uns Monika & Stöfu die vielen Gassen. Die Bar mit der schnulzigen Musik (Gigi von Arosa in der France-Version) und den frisch verliebten   Ü-60er lernten wir bereits am Vorabend nach dem Feuerwerk kennen. Die beste Gelateria der Stadt und der Urchige Wochenmarkt wo unsere beiden Frauen dem „Schmuckverkäufer“ nicht widerstehen konnten, standen heute Montag auf dem Programm.

 

Eine heisse Offroad-Tour mit Stöfus Nissan brachte uns zu den Camargue-Pferden, Flamingos und Stieren. Nach einem Bier-Stopp beim Anwesen von Paul Ricard, dem grössten Pferde- und Stierzüchter der Camargue machten wir noch eine Fahrt mit der Privatbahn um das ganze Anwesen durch Natur-Pur. Zum Ausklang des Tages gab es noch einen Besuch im Fischrestaurant „Chez Isabelle & Za“ in Saintes-Maries, der Fisch auf dem Teller und das Meer in Sicht, so soll es sein.

 

Mir der Vespa on-Tour….. Saintes-Maries ist eine Hochburg für Geocacher und das wollen auch wir auskosten. Mit der Vespa geht es entlang des „Etang de Vaccarès“, auf Naturpiste von Cache zu Cache. Wie auf einer Perlenkette sind hier 188 Dosen versteckt. Einen Teil davon haben wir geloggt, doch die 32 Grad unter puren Sonnenstrahlen haben uns nach rund 25 Dosen zum Abbruch gebracht und Manu wollte noch eine Abkühlung im Meer geniessen.

 

Am letzten Tag von unserem „Urlaub am Meer“ ging es mit unseren Reiseführer nach Aigues Mortes, einem Mittelalterlichen Städtchen mit vielen kleinen Gassen und den unzähligen Geschäften. Ein kleiner Frisör-Salon kam für mich wie gerufen, so ist es schon bald Tradition dass ich die Haare während meinen Reisen schneiden lasse.  Für die Rückreise zu unserer Basis, machte Stöfu eine Abkürzung und wir nahmen die Autofähre über die Rhone, das besondere ist, dass die Überfahrt kostenlos ist. Unseren letzter gemeinsamen Abend feierten wir im Stammlokal von Monika & Stöfu bei Fischsuppe, Muscheln, Doraden, Tintenfisch etc.  An dieser Stelle möchte ich mich bei den beiden für die tollen Tage herzlich bedanken.






 

17. Juni  2018      Das Meer ruft, zu Freunden nach Saintes-Maries-de-la-Mer / 62 Km

 

 

 

Die Weiterfahrt von unserem fantastisch gelegenen Stellplatz führte wiederum durch das Dörfchen Comps und ich musste feststellen je kleiner der Ort umso höher die „beruhigungs-Schwellen“ auf den Strassen in der 30er Zone. Bereits bei der ersten Schwelle meldete sich mein provisorisch repariertes Ablassrohr vom Grau-Wasser, ein paar Meter weiter die nächste Schwelle und ein weiterer Gruss vom Rohr, von da an war es ruhig…..

 

In Saintes-Maries angekommen gab es für unsere FRELSI nur ein kurzer Blick zum Meer und wir standen vor den Toren des 4* Campingplatzes Du Clos du Rhone. Eigentlich hat dieser Platz für meine Bedürfnisse 2 Sterne zu viel, da hier jedoch die ACSI-Card anerkennt wird, ist es preislich die bessere Wahl als einen Stellplatz auf dem schattenlosen Parkplatz zu nehmen. Für den Preisunterschied von rund € 2.00 haben wir Strom, Dusche und vor allem eine schattige Parzelle. Beim Einrichten für die nächsten vier Tage stellte ich auch fest warum sich mein Ablassrohr nicht mehr gemeldet hat, es war weg, einfach nicht mehr da. Na ja, für den Rest dieser Reise kommen wir mit dem übrig gebliebenen Stumpen noch zurecht, anschliessend ist dann mein handwerkliches Geschick gefragt.

 

Der Abend verbachten wir dann mir Monika & Stöfu, die beiden werden für die nächsten Tage unsere privaten Reiseführer sein, sie sind bereits eine Woche früher angereist und sind eingefleischte Camargue-Kenner. Die Gemeinde liess am Abend von unserem Anreisetag ein beachtliches Feuerwerk steigen, ich bin überzeugt dass dies extra für uns organisiert war 😉


 

16. Juni  2018      Ein Wunder der Menschheit – die Pont du Gard / 66 Km

 

 

 

Auf dem Weg nach Comps, unserem heutigen Etappenziel mit dem Stellplatz direkt am Fluss  le Gardon besuchten wir die Römerbrücke „Pont du Gard“, ein weiteres Highlight unserer Reise durch Frankreich. Ich erlaube mir an dieser Stelle näheres zu dieser Brücke aus Wikipedia zu nehmen:

 

Der Pont du Gard war Teil einer etwa 50 km langen Wasserleitung, mit der Wasser von den Quellen nahe Ucetia (Uzès) zur römischen Stadt Nemausus (Nîmes) transportiert wurde. Die Brücke ist 49 m hoch und umfasst drei Etagen:

 

·         Untere Ebene: 6 Bögen, 142 m lang, 6 m breit, 22 m hoch

 

·         Mittlere Ebene: 11 Bögen, 242 m lang, 4 m breit, 20 m hoch

 

·         Obere Ebene: 35 Bögen, 275 m lang, 3 m breit, 7 m hoch

 

Auf der oberen Ebene verläuft das rechteckige Gerinne der Wasserleitung, das 1,80 m hoch und 1,20 m breit ist und ein Gefälle von 0,4 Prozent aufweist.

 

Auf der unteren und mittleren Etage der Brücke befinden sich Arkaden aus 61 bis zu 6 t schweren Keilsteinen. Die Pfeiler der mittleren Ebene sind genau auf den Pfeilern der unteren Etage aufgelagert, um die Belastung der unteren Gewölbebögen zu minimieren. Von der Mitte ausgehend wird die Bogenspannweite zum Ufer hin immer kleiner.

 

Lange Zeit glaubte man, der Aquädukt sei um das Jahr 19 v. Chr. erbaut worden. Neuere Ausgrabungen deuten allerdings auf eine Entstehung in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. hin. Die Brücke wurde gebaut, um das Tal des Flusses Gardon (der in römischer Zeit Vardo fluvius hieß) zu überwinden. Etwa 20.000 Kubikmeter Wasser flossen nach der Fertigstellung täglich über das Aquädukt nach Nemausus, das zu der Zeit etwa 20.000 Einwohner hatte. Demnach stand theoretisch täglich jedem Einwohner ein Kubikmeter Wasser zur Verfügung.


 

15. Juni  2018      Durch den Nationalpark nach Saint-Martin-d‘Ardèche / 168 Km

 

 

 

Wie bereits am Vortag, führte uns ein Grossteil der heutigen Etappe über enge Bergstrassen durch den „Parc National des Cévennes“ bis kurz vor Alès  wo wir anschliessend die Strasse weiter nach Saint-Martin-d’Ardèche nahmen und unser Lager auf dem Gemeinde-Camping aufschlugen. Der Platz ist 2 Gehminuten von Zentrum entfernt und  trotz seiner Top-Lage nur wenig belegt. Der Rundgang durch den Ort zeigte uns ein schmuckes Dörfchen direkt am Ardèche Fluss gelegen.


 

14. Juni  2018      Nach der Stadtbesichtigung übers Gebirge nach Meyrueis / 130 Km

 

 

 

Mit 130 Kilometer stand für heute eine eher kurze Etappe auf dem Programm, da jedoch ein Grossteil der Strecke auf engen Bergstrassen durchs Gebirge führte, wurden von Mensch und Maschine schon etwas abverlangt. In den kleinen Bergdörfern musste unsere FRELSI in Zentimeter-Arbeit durch die Gässchen manövriert werden. Landschaftlich wurden wir mit Aussichten und fantastischen Felsformationen mehr als belohn. 


 

13. Juni  2018      Nach der Höhle ab Richtung Süden / 162 Km

 

 

 

Bevor es heute los ging, genossen wir noch diesen schönen Campingplatz der kaum belegt war. Die Top Infrastruktur für Mensch und Fahrzeug haben wir voll ausgekostet. Als alle sauber waren, die Entsorgung und Versorgung stattgefunden hatte, startete die heutige Etappe zur Grotte „Lacave“ im gleichnamigen Ort. Bei der Grotte angekommen, wartete bereits ein kleines Grüppchen von 8 Personen auf die Grottenbahn. Die Bahn brachte uns 3 Km in den Berg hinein und anschliessend ging  die geführte Tour zu Fuss weiter. Nach etwas über einer Stunde brachte uns die Grottenbahn wieder ans Tageslicht zurück und wir waren ein Erlebnis reicher das uns für immer in Erinnerung bleiben wird. Fazit: Das war eine der schönsten Höhle die ich je besucht habe und das waren schon etliche.

 

Weiter ging es nach Sauveterre de Rouergue über kleine Passstrassen wo ein Kreuzen teilweise unmöglich war. Unsere FRELSI brachte uns sicher über viele Hügel und Serpentinen ans heutige Ziel. Nach der Ankunft beim Stellplätze der die Stadt kostenlos zur Verfügung stellt, wurde der Grill installiert und für unsere hungrigen Mägen ein leckeres Stück Fleisch zubereitet und damit ein schöner Tag zum Ausklingen gebracht.


 

12. Juni  2018      Zur Felsenstadt Rocamadour / 221 Km

 

 

 

Bevor unser heutiges Ziel „Rocamadour“ in Angriff genommen wurde, machten wir noch einen kleinen Umweg Richtung Norden nach Mortemart, dieses Dorf ist auf der Liste der schönsten Dörfer in Frankreich. In Mortemart angekommen war noch überhaupt nichts los, die wenigen Lokale und Geschäfte inkl. der Touristen-Info war alles noch geschlossen und öffnet erst am Nachmittag. Der Rundgang durch das kleine Dorf mit den schönen Häuser war schnell gemacht und da alles geschlossen war konnten wir auch keine Euros in einen Kaffee umsetzten.

 

So navigierten wir Richtung Süden bis das Felsenstädtchen Rocamadour erreicht war. Unsere FRELSI bekam ihr Plätzchen auf einem schönen privaten Campingplatz. Nachdem bis jetzt die Stellplätze kostenlos waren, sind hier € 12.50 fällig, dafür gibt es auch erhebliche Gegenleistung wie Wasser, Entsorgung, WC, Dusche, Strom und natürlich einen grosszügig angelegten Stellplatz.

 

Der Ort ist ein absolutes Wunder der früheren Architektur. Hier wurden die Häuser, Kirchen, das Castle an die Felsen gebaut. Ähnliches habe ich bei den Meteora-Klöstern in Griechenland gesehen. 


 

 

11. Juni  2018      Oradour-sur-Glane, die Geisterstadt / 173 Km

 

 

 

Gestern vor 74 Jahren, also am 10. Juni 1944 wurde Oradour-sur-Glane durch die SS bombardiert und über 700 Einwohner darunter viele Frauen und Kinder Wort-wörtlich abgeschlachtet. Die ganze Stadt endete in einem Trümmerhaufen und war nicht mehr bewohnbar. Die überlebenden haben nicht aufgegeben und bauten sich neben den Ruinen eine neue Stadt und liessen den zerstörten Ort so wie er geendet hat der Nachwelt übrig. Es ist schwierig die Gefühle die einem hochkommen zu beschreiben wenn man durch die Strassen von „alt“ Oradour geht. Da stehen die zerstörten Häuser immer noch wie sie der Krieg hergerichtet hat. In der ehemaligen Metzgerei ist noch eine Waage zu finden, beim Becker der Backofen, in der Autogarage stehen noch Autos, in der Schneiderei Nähmaschinen usw. Auch eine Eisenbahn führte durch die Stadt, die Geleise und Freileitung ist noch da. In vielen Ruinen waren Blumen die am Vortag, dem Jahrestag durch Angehörige niedergelegt wurden.

 

Der Besuch von Oradour-sur-Glane war für mich eine Bereicherung und gab mir Einsicht in die sinnlosen Taten die der letzte Weltkrieg bescherte. 


 

 

10. Juni  2018      Stopp beim Wochenmarkt und weiter nach Prémilhat / 238 Km

 

 

 

Die heutige Etappe führt uns durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend. Getreidefelder soweit das Auge reicht, immer wieder Felder mit Mohn- und Kornblumen, Hügel voller Reben und das Ganze in einem satten Grün umgeben. Während der Durchfahr durch Digoin zeigte sich in der Ferne eine Menschenmenge die kreuz und quer die Strasse passieren. Beim Geschehen angekommen, mussten wir erfreut feststellen dass hier ein grosser Wochenmarkt stattfindet. Schnell die Fühler ausgestreckt, ob sich irgendwo ein Plätzchen für unsere FRELSI zeigt und auf einem Naturparkplatz auch fündig geworden. Der Platz war mit seinen vielen Unebenheiten in einem so schlechten Zustand dass es bei unserer FRELSI ein Stück vom Ablaufrohr des Schmutzwassertanks kostete. Nichts desto trotz, den Schaden provisorisch repariert und den Markt genossen der mich mit einer kurzen Hose, für beide einen frisch gegrillten Hähnchenschenkel, Melonen und je einem kleinen Dessert bereicherte.

 

Am heutigen Ziel in Prémilhat angekommen, war die Strasse zum Stellplatz wegen einem Gigatlon gesperrt und der Postenmann erklärte uns, dass die Strasse erst in drei Stunden freigegeben wird. Was machen in einer solchen Situation???   Kopf in den Sand stecken oder das möglichste daraus machen???  Wir entschieden uns für das zweite, platzierten FRELSI auf einem Parkplatz und spazierten an den See wo die verschwitzten Menschen um ihre Ehre rannten. Beim Stellplatz mussten wir feststellen, dass trotz Strassensperre nur noch zwei Plätze frei waren und so machten wir uns zügig auf den Rückweg um sicher einen der Plätze zu ergattern (typisch Schweizer). Alles super gelaufen, wir hatten unseren begehrten Top-Platz direkt am See und auch der zweite war kurzum besetzt. Zum Glück fing es anschliessend zu regnen an, so hatte ich genügend Zeit diesen langen Bericht zu schreiben 😉


 

 

09. Juni  2018  Die 1. Etappe nach Sennecey-le-Grand / 280 Km

 

 

 

Der Wecker ging um 04:30 Uhr los und da wir unsere FRELSI bereits am Vortag Startbereit gemacht haben, konnten um 06:00 Uhr losgefahren werden. Die Autobahn begleitete uns bis nach Neuchâtel und von da aus wechselten wir für die ganze Reise auf Haupt- und Nebenstrassen. Die einzelnen Etappen sollen uns das Land zeigen und auch mal durch Dörfer bringen. Die Autobahn habe ich in meinem Job zur Genüge und in der Freizeit ist SlowDown angesagt. Kaum in Frankreich angekommen, waren die Strassen ausserhalb von Städten kaum befahren und wir konnten unsere Reise so richtig geniessen.

 

Bei unserem Etappenziel Sennecey-le-Grand angekommen, empfing uns bei der alten Kirche ein leerer Stellplatz wo wir unsere FRELSI für die kommende Nacht einrichteten. Der Ort selbst ist sicher kein absolutes Touristen-Highlight, bietet dennoch mit dem Park, der alten Kirche und den kleinen Läden so einiges. Für mich war der Rundgang durch den alten Ortskern mit seinen Steinhäusern sehr interessant. Später gesellte sich noch ein Campingbus zu uns auf den Stellplatz und die erste Nacht von unserer Frankreichreise konnte kommen.




Letzte Aktualisierung: 11.11.2021